wulf schlachter interview be.connected conference

Speaker im Porträt – Wulf Schlachter

Wulf Schlachter ist Geschäftsführer bei DXBe Management Strategy & Innovation. Wir freuen uns, ihn auf der be.connected 2019 als Speaker begrüßen zu dürfen und haben ihm vorab einige Fragen gestellt.

Herr Schlachter, wir sind neugierig: Erzählen Sie uns doch, was Ihr Unternehmen tut?

Wir entwickeln mit der DXBe seit 2008 digitale Geschäftsmodelle und zwar Ende-zu-Ende und Cross-Industry, beispielsweise für Maschinenbauer, Logistiker, für global aktive E-Commerce Unternehmen, aber auch für die Automobilindustrie weltweit. Alles, was man digitalisieren kann, wird von uns digitalisiert, sowohl im Bereich B2B, als auch Business-to-Consumer. Wir bauen einerseits Startups für Unternehmen auf, andererseits setzen wir auch Transformationsmodelle mit unseren Kunden um – um daraus dann neue Absatzchancen in Märkten zu entwickeln. Bei einem klassischen Hardware-Hersteller wären das zum Beispiel servicebasierte Modelle. Der Anschaulichkeit halber können Sie an gewerbliche Kaffeeautomaten oder Spülmaschinen denken, die heute nicht mehr verkauft, sondern stattdessen im Mietmodell (sog. „Pay-as-you-Use“) betrieben werden. Dieser Gedanke lässt sich im digitalen Bereich sowohl auf den B2B- als auch auf den B2C-Bereich übertragen: Vom Logistiker bis zum Automobilhersteller.

Sprechen wir über Elektromobilität: Wohin geht Ihrer Einschätzung nach die Reise im Unternehmensumfeld?

Das Thema urbane Mobilität nimmt zunehmend Fahrt auf, da funktioniert es auch schon recht gut mit der Elektromobilität. Bei Langstrecken muss man zunehmend auch auf Alternativen setzen, um z.B. gerade bei LKWs auf Reichweiten und „auf keine endlosen Ladevorgänge zu kommen“. Es gibt dazu auch bereits die ersten Anstrengungen und man merkt, es gibt eine Welt neben der E-Mobility, Stichworte sind hierbei: Wasserstoff & Brennstoffzelle. Für uns im Unternehmen ist E-Mobility nur ein Baustein eines breiteren gerade sich in der Entstehung befindenden Ökosystems. Wir reden hierbei von multi-modaler Mobilität und wir beobachten auch gerade, dass auch bei den Automobilherstellern sich langsam etwas bewegt, indem sie ihre Wertschöpfung erweitern: Sei es jetzt durch die aktuell stark diskutierten E-Scooter, neue Carsharing Modelle, Bike-Sharing, City-Taxi-Drohnen, Hyperloop etc. Solche neuen Business-Modelle bauen wir u.a. aktuell für Kunden in Europa, in China, Middle East und den USA.

Was sollten Unternehmen beim Einstieg in die Elektromobilität beachten?

Vorab ist eine Analyse dringend notwendig. Ich halte nichts von Hauruck-Aktionen à la: „Ich probier’ jetzt einfach mal was“. Das ist nicht skalierend und häufig ändern sich währenddessen die Anforderungen, die aus dem Markt kommen und vom Kunden gestellt werden. Der erste Schritt ist deshalb eine gut durchdachte Analyse des Ist-Bestandes und darauf aufbauend die Frage: wie kann man das Ganze auch in einer elektromobilen Welt abbilden, ohne dass die Usability des Nutzers zu stark eingeschränkt ist. Dann ist natürlich wichtig, die richtige Infrastruktur zur Verfügung zu stellen. Die muss man mit Bedacht auswählen, je nachdem welches Nutzungsverhalten die Kunden sprich Fahrer von e-Fahrzeugen haben.

Abschließende Frage: Worauf freuen Sie sich bei der be.connected 2019 am meisten?

Früher gab es im DACH-Raum mit der Intercharge nur eine Veranstaltung, auf der sich die Entscheider aus dem Kreis der E-Mobility trafen. Dass wir nun zusätzlich im Herbst die be.connected haben, ist eine interessante Geschichte. Die Leute nicht nur einmal im Jahr zu sehen, sondern sich mit Partnern – oder vereinzelt auch Mitbewerbern – sich mehrmals austauschen zu können, das ist ein großer Anreiz. Und es ist eine gute Gelegenheit, um abzuchecken, wo man selbst steht, ob man mit den eigenen Projekten am richtigen Weg ist und welche Themen aufkommen.

Herr Schlachter, herzlichen Dank für das Gespräch. Wir sehen uns auf der be.con 2019!